Fort- und Weiterbildungen

Sommerakademie 2019

Fortbildung für pädagogische Fachkräfte zum Thema: 100 Jahre „Erziehung zur Freiheit“ – was jetzt?

Was ist die Sommerakademie?

Für ehemalige AbsolventInnen des Seminars und pädagogische Fachkräfte bieten wir eine Fortbildung in Form einer Sommerakademie an. Ziel der Akademie ist es, im gemeinsamen Austausch auf den Ebenen von inhaltlicher und künstlerischer Auseinandersetzung ein Fachthema selbsterfahrungsorientiert zu vertiefen. Neben dem gemeinsamen erlebensorientierten Lernen geht es auch darum, ein Netzwerk kompetenter PädagogInnen auf- und auszubauen. Am Ende einer Akademie hoffen wir, Best-Praxisbeispiele herausarbeiten zu können, die an die Praxis und unsere Fachschulausbildung anschlussfähig sind.

Ausgangsfragen

Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Waldorfschule wollen wir der Frage nachgehen, was Erziehung zur Freiheit im 21. Jahrhundert bedeutet, insbesondere für junge Menschen aus benachteiligten und bildungsfernen Milieus.

Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. (Rudolf Steiner)

Der Begriff der Umgebung spielt in der Theoriebildung der Heimerziehung in der milieu- und lebensweltorientierten Arbeit (Bettelheim/Thiersch) eine große Rolle. Was geschieht, wenn man die Dimension des Menschen als Geistwesen hier mit einbezieht? Auch das Moment der Selbsterziehung ist heute unverhandelbare Grundhaltung der Pädagogik geworden bis hinein in die Bildungspläne der Bundesländer. Was aber hält Waldorfpädagogik an konkreten Ansätzen zur Umsetzung bereit?

Der Intuitionsbegriff und damit die Frage, wie eigentlich Neues in die Welt kommt, um junge Menschen auf die Lebensanforderungen der Zukunft (z.B. Digitalisierung) vorzubereiten und um in herausfordernden Situationen aus dem Nichts schöpfend sicher handeln zu können, ist erziehungswissenschaftlich hoch relevant. Eine Pädagogik, die aus der Nachahmung schöpft und auf Erfahrung zurückgreift, verfängt in einer sich radikal veränderten Welt immer weniger. Wie ist der Intuitionsbegriff Steiners zu verstehen und wie können wir mit Bezug auf die Ethik und in der Ableitung in der Erziehungskunst davon profitieren?

Zielgruppe

Die Fortbildung ist für pädagogische Fachkräfte konzipiert, insbesondere für ehemalige SeminaristInnen unseres Seminars.

Methoden

Wir laden Sie ein, mit den Referenten gleichsam eine Forschungswerkstatt zu gestalten, wo wir gemeinsam der Ausgangsfrage nachgehen. Dabei werden verschiedene Dozenten aus der Theorie und aus der Praxis sozialer Arbeit und aus Feldern der Kunst Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion mit den Teilnehmenden gestalten.

Referenten

  • Öffentlicher Vortrag: Waldorfpädagogik im 21. Jahrhundert: Matthias Maurer (Erziehungskunst)
  • Vortrag 1: Der Intuitionsbegriff bei Steiner und die Frage nach der Erziehungskunst (Henning Hauke / Urs Kaiser)
  • Vortrag 2: Der Intuitionsbegriff und die Resonanz im Körper (Hirnforschung; Heuristikforschung) (Henning Hauke / Urs Kaiser)
  • Vortrag 3: Von der Nachahmung zum freien Willen (Henning Hauke / Urs Kaiser)

Workshops

  • 1. Thorsten Bohle: Erziehung des Kindes unter dem Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft
  • 2. Marion Bornschlegel, Agnes Günther: „Es ereignet sich jeweils das Wahre. Das Geistige ist nicht zu suchen, es ist in jeder pädagogischen Situation zu finden“
  • 3. Karin Kraft: Gelebte Praxis einer waldorfpädagogischen Heimerziehung heute
  • 4. Henning Hauke: „ Was ist Freiheit in einer mediatisierten Welt und wo kann sie verfangen?“
  • 5. Urs Kaiser: Selbstwirksamkeitserleben als Quelle innerer Freiheit im pädagogischen Bezug.

Kunstkurse

  • a.i.1. Panka Chirer-Geyer
  • a.i.2. Lena Sutor-Wernich
  • a.i.3. Brigitte Rauth
  • a.i.4. Eduardo Jenaro

Ziele der Fortbildung

In der Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner nach zeitgemäßen Formen und Methoden einer Erziehung zur Freiheit für Kinder, Jugendliche und ihre Familien suchen. Verstehensgrundlagen aus anthroposophischer Sicht zu beleuchten mit Bezug auf Familiensysteme, Anforderungen unserer Zeit wie Mediatisierung und diagnostische Aspekte. Sich mit der eigenen pädagogischen Intuition befassen und dem künstlerischen Aspekt von Erziehung und Bildung erlebend begegnen.

Termine

27. bis 30. Juni 2019
Die Fortbildung beginnt am Donnerstag 14:00 Uhr und endet am Sonntag 12:00 Uhr.

Veranstaltungsort

Seminar am Michaelshof. Übernachtung im Haus im Vielbettzimmer kostenlos möglich

Kursgebühr

320,00 € inklusive Pausenverpflegung und Mittagessen.

Hinweis

Die inhaltliche Planung ist noch nicht abgeschlossen und wird sich noch verändern. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 30. Mai 2019 an unter seminar@mh-zh.de

Anmeldeschluss

20. Juni 2019

Anmeldung

Bei Interesse können Sie sich entweder direkt online über das Formular anmelden, oder Sie füllen das PDF aus und schicken es per Email oder Post an uns.

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